Der Stern des Januars: Der Mutschelbrauch

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Wie ein kunstvoll gebackener Stern jedes Jahr Geschichte, Handwerk und Spielspaß verbindet.

Um den jahrhundertealten Reutlinger Brauch kommt auch die Bäckerei Schmid nicht herum. Es ist der erste Donnerstag nach Dreikönig, der die Backstube auf Trab hält – und der Grund dafür ist ein kleines, aber traditionsreiches Gebäck: die Mutschel.

Die Mutschel ist ein goldgelbes Hefegebäck mit acht Zacken, das seit Jahrhunderten in Reutlingen und Umgebung um den Dreikönigstag gewürfelt wird. Viele Theorien ranken sich um ihre Entstehung und Bedeutung: Vermutlich stammt der Brauch aus dem Mittelalter. Der Name deutet vielleicht auf ein „missratenes kleines Brot“ hin – oder auf die Familie „Mutschler“, die bereits vor rund 700 Jahren in Reutlingen bekannt war. Eines steht fest: Die Mutschel ist echtes Handwerk und erfordert Erfahrung und Geschick. 

Auch in Bodelshausen wird der Brauch gepflegt, und so hat die Mutschel bei der Bäckerei Schmid längst einen festen Platz im Januar-Kalender. Wer denkt, dafür müsse man in die Stadt fahren, liegt falsch: Das Brauchtum lebt hier direkt vor Ort.

Ein Stern mit Geschichte – die Mutschel als Kunstwerk

Die Sternform mit acht Zacken macht jede Mutschel unverwechselbar. Größere Exemplare bekommen einen Kranz, der an historische Goldketten erinnert – ein Detail, das Geschichte und Handwerk auf besondere Weise verbindet. 

Die Mutschel muss goldgelb glänzen, saftig bleiben und darf keinesfalls zu trocken sein. Jeder Schritt, vom Kneten über das Formen bis zum Backen, erfordert Erfahrung und Fingerspitzengefühl. 

„Nicht jeder Bäcker kann eine Mutschel einfach so herstellen“, erklärt Jörg Schmid. „Hier braucht es Geduld, Erfahrung und ein bisschen Geschick. Für mich ist der Mutscheltag ein echtes Highlight im Jahr. Ich schätze diesen Brauch sehr – und spiele selbst gerne mit.“ 

Lass uns Mutscheln 

Nach dem Backen folgt der zweite Teil des Brauchs: das Mutscheln. Die kunstvoll geformten Sterne werden nicht nur gegessen, sondern sind Teil eines Spiels, bei dem es ums Würfeln geht. Mit fantasievollen Namen wie „Der Wächter bläst vom Turme“ oder „Nacket’s Luisle“ sorgt der Brauch für ausgelassene Stimmung. 

An den Theken der Bäckerei Schmid kann mit den Verkäufern und Verkäuferinnen ebenfalls gemutschelt werden. Schon früh am Morgen gibt es bei einem glücklichen Wurf eine Mutschel gratis, was auch bei Kindern zu großen Augen führt. 

Und natürlich kommen die Kleinen in der Bäckerei Schmid auch voll auf ihre Kosten. Schon am frühen Morgen rollen die ersten Würfel auf der Ladentheke. Das ganze Team ist bestens vorbereitet, um den Spaß zu begleiten und Tipps zu geben. „Es ist etwas Besonderes, das man nicht das ganze Jahr über bekommt“, sagt Jörg Schmid. „Es zeigt, wie viel Handwerkskunst und Geschichte in einem scheinbar einfachen Gebäck steckt.“ 

Echtes Handwerk für einen besonderen Tag

Die Mutschel wird sorgfältig produziert und dekoriert, ehe sie in die Auslage kommt. Jede Mutschel ist ein kleines Kunstwerk – mit Liebe geformt und mit Erfahrung gebacken. Für die Kunden bedeutet das: Qualität, Tradition und ein kleines Erlebnis, das direkt am Tresen beginnt. 

Die Bäckerei Schmid nutzt den Mutscheltag auch, um ihren Kunden ein Stück Reutlinger Geschichte zu zeigen. „Wir möchten, dass jeder merkt, wie viel Zeit, Können und Freude in diesem Brauchtum steckt“, erklärt das Team Schmid. 

Ein süßer Auftakt ins neue Jahr 

Nicht nur Brot und Brötchen sind traditionell, auch die Mutschel sorgt für einen fröhlichen Start ins neue Jahr. Sie verbindet Generationen, weckt Erinnerungen und bringt Menschen an den Tisch – ob beim Spielen, Teilen oder einfach beim Genießen.

In Reutlingen und Umgebung, aber auch in Bodelshausen, ist der Mutscheltag ein kleines Ereignis, das Groß und Klein zusammenbringt. Ein Brauch, der zeigt: Tradition lebt durch Handwerk, Geduld und ein Stück gemeinsamer Freude.

Mehr unter: meisterbaecker-schmid.de